SAP HCM

Integriertes Personalmanagement für transparente und effiziente HR-Strukturen

Was versteht man unter SAP HCM und warum ist es für moderne HR-Prozesse unverzichtbar?

Human Capital Management (HCM) bezeichnet im SAP-Kontext Lösungen und Prozesse zur Abbildung zentraler Aufgaben im Personalwese und umfasst im SAP-Umfeld verschiedene Funktionen und Prozesse zur Verwaltung Steuerung und Auswertung personalwirtschaftlicher Aufgaben. Es umfasst verschiedene Funktionalitäten wie Personaladministration, Zeitwirtschaft, Entgeltabrechnung sowie das Organisationsmanagement. Durch die Möglichkeit der Verwaltung aller relevanter Mitarbeiterdaten an einem Ort werden die wichtigsten Informationen transparent und einheitlich aufbereitet. Dies ist Grundlage für die Umsetzung eines modernen und digitalen Personalmanagements. Aufgrund der immer fortschreitenden Digitalisierung ist eine sinnvolle Vernetzung der Daten von sehr hohem Stellenwert, damit HR-Abteilungen in ihrer Arbeit bestmöglich unterstützt werden können.

Die Kernbausteine der SAP KI: SAP-Joule, SAP Business AI & Co.

Die SAP KI setzt sich aus mehreren Bausteinen zusammen, die ineinandergreifen. SAP Joule ist der generative KI-Assistent von SAP. Er versteht Eingaben in natürlicher Sprache, ruft passende Informationen ab und stößt Aktionen direkt im System an. Mehr dazu erfahren Sie auf unserer Seite zu SAP Joule.
SAP Business AI bezeichnet die in den SAP-Lösungen integrierten KI-Funktionen, etwa für Prognosen, Klassifizierungen oder Empfehlungen. Viele davon sind bereits durch SAP zur Verfügung gestellt und müssen nicht eigens entwickelt werden – doch auch diese Möglichkeit gibt es.
Auf der SAP Business Technology Platform (SAP BTP) stehen mit SAP AI Core und dem Joule Studio die Werkzeuge bereit, um eigene KI-Anwendungen zu entwickeln, zu trainieren und zu betreiben. So lassen sich Standardfunktionen erweitern und KI-Agenten gezielt auf Ihre Anforderungen zuschneiden.

Welche Vorteile bietet SAP HCM für Unternehmen?

SAP HCM bietet Unternehmen vor allem Vorteile bei der Verwaltung, Automatisierung und strategischen Steuerung von Personalprozessen.

SAP HCM ermöglicht die zentrale Speicherung aller Mitarbeiterinformationen, einschließlich Stammdaten, Arbeitszeiten und Gehaltsinformationen. Dadurch haben HR-Abteilungen einen klaren Überblick über alle relevanten Daten und können Prozesse wie Gehaltsabrechnungen effizient verwalten.

Durch Workflows in SAP HCM können Routineaufgaben wie Urlaubsanträge, Zeitbuchungen oder Genehmigungen digitalisiert und beschleunigt werden. Dies reduziert manuelle Fehler, spart Zeit und erlaubt den HR-Mitarbeitenden, sich auf strategische Aufgaben wie die Personalbedarfsplanung zu konzentrieren.

SAP HCM lässt sich in andere Unternehmensbereiche wie Finanzwesen (FI), Controlling (CO) und Zeitwirtschaft integrieren. Diese nahtlose Integration stellt sicher, dass HR-Daten konsistent sind und alle relevanten Geschäftsprozesse unterstützt werden.

SAP HCM im Wandel: Wartungsende, Nachfolger und Handlungsbedarf

Aktueller Status und Zeitplan

Mit dem angekündigten Wartungsende von SAP HCM (On-Premise) stehen Unternehmen vor einer strategischen Neuausrichtung ihrer HR-Systemlandschaft. Die Mainstream Maintenance für SAP HCM läuft noch bis Ende 2027 und kann gegen zusätzliche Kosten maximal bis Ende 2030 verlängert werden. Damit steigt für Unternehmen der Handlungsdruck, ihre bestehende SAP HCM Landschaft strategisch zu bewerten und rechtzeitig ein tragfähiges Zielbild zu entwickeln.

Als strategischen Nachfolger positioniert SAP die Cloud-Lösung SAP SuccessFactors. Viele Unternehmen stehen jedoch vor den Herausforderungen, ihre bestehende HR-Landschaft nicht kurzfristig vollständig in die Cloud überführen zu können. Um einen schrittweisen Übergang zu ermöglichen, bietet SAP mit H4S4 eine Lösung, die weiterhin On-Premise-orientierte Anforderungen unterstützt und gleichzeitig den Weg in eine zukünftige Cloud-Strategie vorbereitet.

Herausforderungen für Unternehmen

Die Herausforderungen für die Unternehmen sind dabei vielfältig. Fachlich und technisch gilt es, Zielprozesse zu definieren, technische Rahmenbedingungen zu bewerten und diese in konkrete Systemlösungen zu überführen.

Zusätzlichen Druck erzeugt die technische Transformation im SAP-Umfeld. Mit der Umstellung auf S/4HANA stehen Unternehmen vor der Entscheidung, bestehende SAP HCM-Installationen entweder auf H4S4 oder auf SuccessFactors zu migrieren. Dabei kommen unterschiedliche Transformationsansätze infrage: bestehende Systeme weitgehend übernehmen, vollständige Neuimplementierung der Systemlandschaft oder die selektive Migration von Daten ins neue System, um mit einer sauberen Datenbasis weiterzuarbeiten.

In vielen Fällen empfiehlt sich eine Roadmap, die bestehende HCM-Landschaften, H4S4 und SAP SuccessFactors abhängig vom Zielbild sinnvoll bewertet oder kombiniert.

So unterstützt OREXES im Human Capital Management (HCM) und der HR-Transformation

OREXES unterstützt Unternehmen ganzheitlich bei der Weiterentwicklung ihrer HR-Systemlandschaft und begleitet sie sicher durch die Transformation von klassischen SAP HCM-Lösungen hin zu modernen, zukunftsfähigen HR-Plattformen.

Wir unterstützen Unternehmen bei der Konzeption, Implementierung und Weiterentwicklung von HCM-Lösungen. Ziel ist es, effiziente, skalierbare und zukunftssichere HR-Prozesse zu etablieren und die digitale HR-Transformation aktiv voranzutreiben.

OREXES begleitet Unternehmen beim Übergang von klassischen SAP HCM-Systemen zu SAP SuccessFactors – inklusive hybrider Einsatzszenarien. Dabei unterstützen wir bei der Entwicklung individueller Migrationsstrategien sowie bei der Integration bestehender Systeme, um einen reibungslosen und sicheren Übergang zu gewährleisten.

Neben der strategischen Beratung übernimmt OREXES auch die technische Umsetzung. Dazu gehören die Einführung und Betreuung automatisierter Workflows zur Optimierung wiederkehrender HR-Prozesse sowie die Unterstützung bei Cloud-Migrationen und dem sicheren Betrieb moderner HR-Systemlandschaften.

Eine erfolgreiche Transformation erfordert nicht nur neue Technologien, sondern auch die aktive Einbindung der Mitarbeitenden. OREXES bietet daher praxisnahe Schulungen, Workshops und individuelle Beratung für HR-Teams an. Unternehmen werden über den gesamten Transformationsprozess hinweg begleitet – von der Analyse über die Implementierung bis hin zur produktiven Nutzung und kontinuierlichen Optimierung der Lösungen.

Häufige Einsatzszenarien von SAP HCM

Welches SAP-HCM-Szenario sinnvoll ist, hängt vom Zielbild, der bestehenden Systemlandschaft und der Cloud-Strategie eines Unternehmens ab. In der Praxis haben sich drei typische Einsatzszenarien etabliert.

On-Premise mit SAP HCM for S/4HANA (H4S4)

Das On-Premise-Szenario eignet sich für Unternehmen, bei denen Personaladministration, Zeitwirtschaft und Entgeltabrechnung im Vordergrund stehen und die ihre HR-Daten weiterhin lokal auf eigenen Servern verwalten möchten. Mit H4S4 als On-Premise-Nachfolgelösung – mit Wartungszusage bis 2040 – bleiben gewohnte Funktionen ohne Funktionsverlust innerhalb der S/4HANA-Umgebung erhalten, während Kosten für zusätzliche Systeme entfallen. Besonders für Organisationen mit hohen Datenschutzanforderungen oder komplexer Entgeltabrechnung bietet dieses Szenario die größtmögliche Kontrolle über sensible Personaldaten.

Hybrides Einsatzszenario

Für Unternehmen, für die ein vollständiger Umstieg in die Cloud kurzfristig nicht infrage kommt, ist ein hybrider Aufbau eine pragmatische Alternative. Datenrelevante und stark angepasste Prozesse wie Administration und Entgeltabrechnung verbleiben dabei On-Premise (via H4S4), während moderne Cloud-Anwendungen für Recruiting, Talent- oder Performance-Management über SAP SuccessFactors genutzt werden. Die Kommunikation zwischen beiden Welten erfolgt über standardisierte Schnittstellen. So lassen sich strategische HR-Prozesse schrittweise modernisieren, ohne die gesamte Personaladministration auf einen Schlag zu verlagern.

Cloud mit SAP SuccessFactors

Das Cloud-Szenario eignet sich besonders, wenn strategische HR-Prozesse schnell modernisiert und Betrieb sowie Integration konsequent cloudtauglich aufgestellt werden sollen. SAP SuccessFactors lässt sich modular einführen – Unternehmen können etwa mit Talent- oder Recruiting-Modulen starten und die Plattform schrittweise zu einem führenden HR-System ausbauen. Vorteile sind eine moderne, mobile Benutzeroberfläche, KI-unterstützte Funktionen sowie weltweite Skalierbarkeit, von der vor allem Organisationen mit internationalen Anforderungen profitieren.

Gerne beraten wir Sie dazu, welches Einsatzszenario in ihrem Fall den größten Mehrwert bietet. Hierfür analysieren wir zunächst ihre bestehende Systemlandschaft auf technischer Ebene und besprechen mit ihnen auf fachlicher Ebene welche Anforderungen Sie aktuell und in der Zukunft haben. Aus diesen Ergebnissen leiten wir dann gemeinsam mit Ihnen eine Roadmap für die Zukunft ihrer Personalverwaltung ab.

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Häufige Fragen rund um SAP HCM

In diesem FAQ beantworten wir die wichtigsten Fragen rund um SAP HCM – von Integration, Zeitwirtschaft und Berechtigungen bis hin zu hybriden Szenarien mit SAP SuccessFactors und der Zukunft von HCM im S/4HANA-Umfeld.

Die Anbindung erfolgt sowohl an SAP-interne Systeme als auch an externe Drittanwendungen, beispielsweise für Zeiterfassung, Recruiting, Payroll oder Dokumentenmanagement. Falls Personaldaten bereits in anderen Drittsystemen vorliegen, können diese über Schnittstellen, ALE-/IDoc-Technologien oder moderne APIs innerhalb der SAP HCM-Umgebung eingebunden und weiterverarbeitet werden. Dadurch wird ein reibungsloser Datenaustausch zwischen den verschiedenen Systemen sichergestellt.

Die Integration von HR-Daten sorgt für den konsistenten Austausch zwischen den einzelnen Systemen (Administration, Zeitwirtschaft, Abrechnung etc.) während strukturelle Berechtigungen sicherstellen, dass sensible Personaldaten nur von autorisierten Nutzern eingesehen oder bearbeitet werden können. Governance definiert klare Regeln und Verantwortlichkeiten, um die Einhaltung von Compliance-Vorschriften sicherzustellen.

SuccessFactors ist eine cloudbasierte HCM-Lösung während SAP HCM On-Premise (= lokal auf eigenen Servern) stattfindet. Der Vorteil von SAP HCM sind die hohen Customizing Möglichkeiten sowie die Datenkontrolle. SuccessFactors hingegen bietet mehr Flexibilität, KI-unterstützte Funktionen und eine moderne Benutzeroberfläche. Der Fokus bei SuccessFactors liegt eher auf Mitarbeitermanagement & Performance Analyse, HCM hingegen konzentriert sich auf Datenanalyse & Entgeltabrechnung.

Häufig wird SAP HCM in hybriden Szenarien mit Cloud Lösungen wie z.B. SuccessFactors kombiniert. Datenrelevante Funktionen wie die Administration oder Abrechnungen verbleiben On-Premise während Cloud-Anwendungen für Recruiting oder Management von Personal genutzt werden. Die Kommunikation zwischen beiden Systemen erfolgt dabei über standardisierte Schnittstellen.

Durch die Erfassung, Verarbeitung und Auswertung von Arbeitszeiten, Abwesenheiten und Anwesenheiten. Die erfassten Daten können mit anderen HCM-Komponenten wie z.B. der Personalabrechnung integriert und weiterverarbeitet werden. Zudem besteht die Möglichkeit, dass auch Genehmigungsprozesse und Vertretungsregelungen abgebildet werden.

Der Aufwand ist stark von der Unternehmensgröße, den Anforderungen und der umzusetzenden Systemlandschaft abhängig. Standardprozesse sind schnell implementiert, während individuelle Anpassungen sowie die erfolgreiche Kommunikation mit Drittsystemen mehr Zeit in Anspruch nehmen. Durch eine strukturierte Planung mithilfe verfahrener Berater werden Risiken minimiert, damit die Einführung reibungslos und effizient gestaltet werden kann.

SAP HCM eignet sich besonders für mittelständische und große Unternehmen mit komplexen HR-Prozessen sowie hohen Anforderungen an Personalverwaltung, Zeitwirtschaft und Entgeltabrechnung. Insbesondere Unternehmen mit bestehenden SAP-Systemlandschaften profitieren von der nahtlosen Integration in bestehende Geschäftsprozesse.

SAP HCM wird nicht ersatzlos abgeschafft, der Handlungsbedarf ist jedoch klar terminiert: Die Mainstream-Maintenance läuft bis Ende 2027 und kann gegen Aufpreis bis Ende 2030 verlängert werden. Danach stehen Unternehmen drei Wege offen – der Umstieg in die Cloud mit SAP SuccessFactors, der Wechsel zur On-Premise-Nachfolgelösung SAP HCM for S/4HANA (H4S4) mit Wartungszusage bis 2040 oder eine hybride Kombination beider Ansätze. Welcher Weg sinnvoll ist, hängt vom individuellen Zielbild ab – wir empfehlen, frühzeitig eine tragfähige Roadmap zu entwickeln.