GRC steht für Governance, Risk und Compliance. Der Begriff ist prinzipiell als genereller Begriff zu verstehen, es gibt jedoch auch eine namensgleiche Securitylösung für SAP. SAP GRC dient dazu Daten und Geschäftsprozesse innerhalb eines SAP-Systems unter Berücksichtigung interner Richtlinien, regulatorischer Anforderungen und unternehmerischer Risiken sicher zu verwalten.
GRC hat in den vergangenen Jahren immer weiter an Relevanz gewonnen. Diese zunehmende Relevanz ist vor allem auf zwei Aspekte zurückzuführen: Steigende regulatorische Anforderungen und zunehmende Komplexität in Systemlandschaften.
Unternehmen müssen gegenüber Wirtschaftsprüfern nachweisen können, dass zu jeder Zeit die gesetzlichen Vorgaben, wie bspw. das elektronische Radierverbot gemäß GoBD, eingehalten wurden. Hierfür ist es notwendig einen gesamtheitlichen Überblick über gesetzliche Risiken zu haben und auch über entsprechende Kontrollmechanismen zu verfügen, die deren Einhaltung sicherstellen.
In immer weiterwachsenden, und zunehmend hybriden, Systemlandschaften ist es ohne den Einsatz technischer Werkzeuge nicht möglich einen gesamtheitlichen Überblick zu wahren und gerade hier kommt die SAP GRC Suite zum Einsatz.
Dient der zentralen Benutzersteuerung über den Benutzerlebenszyklus hinweg. Über die Access Control können Berechtigungen, über mehrere Systeme hinweg, provisioniert und bestehende Rechte jederzeit angepasst werden.
Die Access Control ermöglicht außerdem Risikoanalysen und Risikovermeidung (in Form von SoD-Konflikten), indem Regelwerke auf das Rollenkonzept angewandt werden können.
Dient als Framework um eine Single Source of Truth (SSOT) für interne Kontrollprozesse, regulatorische Anforderungen und eigene Compliance Vorgaben zu etablieren.
Mit Hilfe von Business Rules lassen sich diese beschriebenen Anforderungen und Vorgaben in technische Elemente übersetzen und so deren Einhaltung erzwingen.
Process Control ermöglicht es Verantwortungen in Form von Personen zu definieren, welche dann mit Hilfe der SAP GRC die Einhaltung der Vorgaben sicherstellen.
Dient der Identifizierung, Bewertung, Überwachung und Minimierung von Geschäftsrisiken in SAP.
Risk Management ist verzahnt mit der Process Control um einen gesamtheitlichen Überblick in der SAP-Landschaft zu ermöglichen.
Risiken können nach ihrer Identifizierung über Risk Management dokumentiert, Verantwortlichen zugewiesen und durch jene bewertet werden.
SAP GRC ist darauf ausgelegt, sich nahtlos in bestehende SAP-Landschaften einzufügen und systemübergreifend zu wirken. Über entsprechende Konnektoren lassen sich angeschlossene SAP-Systeme anbinden, sodass Berechtigungen, Kontrollen und Risiken zentral und über mehrere Systeme hinweg verwaltet werden können.
Gerade in gewachsenen und zunehmend hybriden Systemlandschaften entfaltet diese zentrale Anbindung ihren Mehrwert: Anstatt jedes System einzeln zu betrachten, entsteht ein gesamtheitlicher Überblick über die gesamte SAP-Landschaft an einer Stelle. So greifen die Mechanismen von Access Control, Process Control und Risk Management konsistent über alle angebundenen Systeme hinweg.
Durch diese Integration fügt sich SAP GRC in bestehende Prozesse ein, ohne die Abläufe Ihrer Organisation zu stören, und bildet die Grundlage für eine durchgängige Überwachung von Compliance-Vorgaben und Geschäftsrisiken.
SAP GRC ist nicht an ein bestimmtes Betriebsmodell gebunden und lässt sich sowohl klassisch On-Premise als auch in cloudbasierten und hybriden Umgebungen betreiben. Gerade weil viele Unternehmen ihre SAP-Landschaft schrittweise in Richtung S/4HANA und Cloud modernisieren, entstehen gemischte Szenarien, in denen On-Premise-Systeme und Cloud-Dienste parallel betrieben werden.
In solchen hybriden Szenarien spielt SAP GRC seine zentrale Stärke aus. Technisch erfolgt die Anbindung der Zielsysteme über Konnektoren. Über diese Konnektoren liest SAP GRC die relevanten Stamm- und Berechtigungsdaten – etwa Benutzer, Rollen, Profile und Berechtigungsobjekte – aus den angebundenen Systemen aus und führt sie zentral zusammen.
Auf dieser konsolidierten Datenbasis arbeiten die Module systemübergreifend: Access Control wendet ein zentrales Regelwerk auf die ausgelesenen Berechtigungen an und erkennt SoD-Konflikte auch dann, wenn die kritische Kombination aus Berechtigungen über mehrere Systeme hinweg verteilt ist. Provisionierungs- und Genehmigungsworkflows steuern die Vergabe von Rechten anschließend wieder in die jeweiligen Zielsysteme zurück – unabhängig davon, ob diese On-Premise oder in der Cloud betrieben werden. Process Control und Risk Management greifen auf dieselbe Anbindung zu, um Kontrolltests und Risikoindikatoren automatisiert gegen die angebundenen Systeme auszuführen.
Damit dieser systemübergreifende Überblick belastbar bleibt, werden die Daten der angebundenen Systeme über die Konnektoren regelmäßig synchronisiert – je nach Anwendungsfall geplant über Hintergrundjobs oder bedarfsgesteuert. So arbeiten Risikoanalysen, Kontrolltests und Berichte stets auf einem aktuellen Stand. Der gesamtheitliche Überblick bleibt damit auch in verteilten Umgebungen gewahrt – ein entscheidender Vorteil, da regulatorische Anforderungen und interne Kontrollen nicht an der Grenze zwischen On-Premise und Cloud enden dürfen. SAP GRC stellt sicher, dass Governance, Risk und Compliance über die gesamte, zunehmend hybride SAP-Landschaft hinweg durchgängig abgebildet werden.
Mit unserer SAP GRC Beratung verhilft OREXES Ihnen zur optimalen Nutzung von GRC-Lösungen.
Unsere Experten haben mehrjährige Erfahrung und können helfen einzuschätzen welche Risiken vorliegen könnten und helfen dabei diese technisch zu definieren, sodass die Automatismen der GRC-Suite zur Risikobehandlung greifen können.
Unsere Expertise im Bereich SAP-Security, -Berechtigungen und der Gestaltung von Berechtigungskonzepten ermöglicht es uns, Gefahren, die im Rahmen einer GRC-Analyse aufkommen, entsprechend zu beheben, ohne die Abläufe Ihrer Organisation zu stören.
Konkret unterstützen wir Sie unter anderem bei der Durchführung von SoD-Analysen zur Aufdeckung kritischer Berechtigungskonflikte, beim Redesign von Rollen- und Berechtigungskonzepten (inklusive der Erstellung tragfähiger Berechtigungskonzepte) sowie bei der Definition und technischen Umsetzung von Kontrollen in Process Control und Risk Management.
Darüber hinaus begleiten wir Sie bei der Vorbereitung auf interne und externe Audits, sodass Sie die Einhaltung regulatorischer Vorgaben jederzeit nachweisbar belegen können.
Sie möchten Ihre GRC-Prozesse auf ein solides Fundament stellen? Kontaktieren Sie uns für ein unverbindliches Erstgespräch zur SAP GRC Beratung – gemeinsam finden wir den passenden Weg für Ihre SAP-Landschaft.
Wir lieben den persönlichen Austausch, aber auch am Telefon reden wir gerne mit Ihnen. Sie erreichen uns unter:
(+49) 661 20600371SAP GRC schafft einen gesamtheitlichen Überblick über regulatorische Anforderungen und interne Richtlinien und stellt deren Einhaltung technisch sicher. Über die Process Control lassen sich Compliance-Vorgaben als Business Rules abbilden, automatisiert überwachen und Verantwortlichen zuweisen. So lässt sich gegenüber Wirtschaftsprüfern jederzeit nachweisen, dass gesetzliche Vorgaben – etwa das elektronische Radierverbot gemäß GoBD – durchgängig eingehalten wurden.
SAP GRC ist die übergeordnete Suite für Governance, Risk und Compliance, während Access Control eines ihrer Module ist. Access Control fokussiert sich auf die zentrale Benutzer- und Berechtigungssteuerung über den gesamten Benutzerlebenszyklus hinweg – inklusive Provisionierung, Anpassung von Rechten und der Analyse von SoD-Konflikten. GRC umfasst darüber hinaus weitere Module wie Process Control und Risk Management und deckt damit das gesamte Spektrum aus Kontrollprozessen, regulatorischen Anforderungen und Risikomanagement ab.
SAP GRC kann sowohl On-Premise als auch in hybriden und cloudbasierten Systemlandschaften eingesetzt werden. Gerade in zunehmend hybriden Umgebungen sorgt GRC dafür, dass Risiken und Kontrollen systemübergreifend an einer zentralen Stelle überwacht werden. So bleibt der gesamtheitliche Überblick über die SAP-Landschaft auch dann gewahrt, wenn Systeme über verschiedene Betriebsmodelle hinweg verteilt sind.
Die Einführung von SAP GRC beginnt mit der Aufnahme der relevanten Risiken, Kontrollprozesse und regulatorischen Anforderungen. Diese werden anschließend technisch definiert und als Regelwerke sowie Business Rules in der GRC-Suite hinterlegt, sodass die Automatismen zur Risikobehandlung greifen können. OREXES begleitet diesen Prozess mit langjähriger Erfahrung im Bereich SAP-Security und -Berechtigungen und stellt sicher, dass aufgedeckte Risiken behoben werden, ohne die Abläufe Ihrer Organisation zu stören.
SAP GRC ist kein klassisches Identity-and-Access-Management-(IAM-)Tool, auch wenn es über das Modul Access Control verwandte Funktionen abdeckt. Access Control steuert Berechtigungen innerhalb der SAP-Landschaft, provisioniert Rechte über mehrere Systeme hinweg und analysiert SoD-Konflikte. Der Schwerpunkt von SAP GRC liegt jedoch auf Governance, Risk und Compliance – also auf der Absicherung von Geschäftsprozessen und der Einhaltung regulatorischer Anforderungen, und nicht primär auf der unternehmensweiten Identitätsverwaltung.
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